Schnupfnase adé

Kennst du das? Der schleichende Beginn einer Erkältung? Leichtes Kratzen im Hals, hier und da mal ein Nieser, der Kopf wird immer schwerer und irgendwie läuft es nicht mehr so rund?

Bei mir war es vor einer Woche soweit. Ich habe vorher noch stolz erzählt, dass ich mich an allen Schnupfnasen unbemerkt vorbei geschlängelt habe und dann gab es diesen einen Tag, an dem mich die Kälte erwischt hat.

Ich war gerade auf dem Weg nach München, im ICE, in dem es sowieso schon vor lauter Viren kein Durchkommen mehr gab. Einen Tag später sollte ein wichtiger Arbeitstermin stattfinden, auf den ich mich schon lange gefreut hatte und im Anschluss ein tolles Abendessen mit meiner liebsten Freundin aus München. Dafür galt es durchzuhalten bzw. die Erkältung erst gar nicht aufkeimen zu lassen.

Und mit diesem Rezept ist es mir tatsächlich gelungen.

Zutaten für 1 Tasse Tee

die weißen Enden von 2-3 Frühlingszwiebeln
ein paar Scheiben frischen Ingwer
Honig
Wasser

Zubereitung

Die gewünschte Menge Wasser mit den Zwiebelenden und den Ingwerscheiben aufkochen und 10-15 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen. Den Sud durch ein Sieb in eine Tasse gießen und mit einem Löffel Honig süßen.

Die Frühlingszwiebel und der Ingwer werden dem scharf-warmen Geschmack zugeordnet. Sie leiten nach oben und außen an die Oberfläche aus. Das bedeutet, die sogenannte Kältestagnation (meist friert es einen bei Beginn der Erkältung erst mal ordentlich) wird aufgelöst, der Körper wird gleichzeitig gewärmt und die Viren und Bakterien werden ordentlich nach draußen gepustet. Der Honig hat zusätzlich noch eine antibakterielle Wirkung.

Ich habe mir gleich eine größere Menge zubereitet und über den Tag verteilt getrunken. Der Arbeitstermin war ein voller Erfolg und auch das anschließende Abendessen hat meiner Freundin und mir einen tollen Abend beschert.

Bei Fieber (der sogenannten Hitzestagnation) solltest du vorsichtig mit diesem Rezept sein, da es die Temperatur noch mehr in die Höhe treiben könnte. Hier hilft eher der scharf-erfrischende Geschmack wie z.B. Rettich.

Natürlich solltest du darauf achten, dass du neben dem heilenden Tee auch gut auf deine Ernährung achtest. Wie wäre es mit einer cremigen Kürbissuppe?

Gute Besserung!