Salat To Go

Boah, die letzten Tage waren absolut nicht mein Ding. Das Wetter hat dafür gesorgt, hat mich quasi bewegungsunfähig gemacht. Zu heiß (zu schnell zu heiß), zu nass und vor allem zu schwül. Ich glaub, mein Körper ist bei diesen ganzen Wetterkapriolen nicht mehr mitgekommen. Und dann noch die Frage, was soll ich bloß essen? In unserer Wohnung herrscht bei den Temperaturen der vergangenen Tage ungefähr das gleiche Klima im Haus. Kein Anreiz, mich an den Herd zu stellen.

 

Mein Körper braucht aber warmes bzw. gekochtes Essen, damit er sich wohl fühlt. Kaltes und Rohes, zu dem man vielleicht jetzt intuitiv greifen würde, weil es ja draußen eh schon so warm ist, sorgt nur dafür, dass der Darm sich beschwert und auf unterschiedlichste Weise bemerkbar macht.

Was also tun, um nicht zu verhungern?

Als erstes habe ich überlegt, welches Gemüse einen eher angenehm kühlenden Effekt hat. Das sind im Allgemeinen die Nachtschattengewächse wie Zucchini, Paprika, Aubergine... Als Eiweißquelle ein paar weiße Bohnen, die leiten Feuchtigkeit ab. Couscous ergänzt das ganze schnell und unkompliziert und dazu noch ein bisschen Öl und Zitronensaft. Fertig!

Bei dem vorherrschenden äußeren Klima, wie wir es gerade haben - also diese schwüle, feuchte Luft - freut sich der Körper über leicht verdauliche, kühlende und gleichzeitig Feuchtigkeit ausleitenende Gerichte.

Und damit du auch prima für ein Picknick im Park gewappnet bist, gibt es jetzt das Rezept für einen super leckeren und total einfachen Salat to go:

Zutaten

1/2 Tasse Couscous
1 Prise Kurkuma
1 Prise Pfeffer
kochendes Wasser
1 Zucchini geviertelt und in dünne Scheiben geschnitten
1 Aubergine geviertelt und in dünne Scheiben geschnitten
1 Dose Cannellinibohnen
Olivenöl
Zitronensaft
mediterrane Gewürze
Salz

Zubereitung

Den Couscous mit den Gewürzen in eine Auflaufform geben und in etwa die doppelte Menge kochendes Wasser dazu geben. Zur Seite stellen. Der Couscous zieht jetzt durch.

Die Aubergine und die Zucchini in Olivenöl kurz anbraten. Mit etwas Wasser angießen und mit geschlossenem Deckel ca 5 Minuten köcheln lassen.

Die Bohnen, Couscous und das fertige Gemüse in eine Schüssel geben und mit Zitronensaft und Olivenöl vermischen. Mit den Gewürzen abschmecken und nun entweder schon lauwarm genießen oder einfach in einem auslaufsicheren Behälter im Kühlschrank aufbewahren für einen schnellen Snack am Mittag oder dem spontanen Besuch im Park.

Lass es dir schmecken!

Lauwarmer Spargelsalat mit Spitzkohl & Cocktailtomaten

Was eignet sich zum Grillen besser, als ein leckerer Salat. Und noch besser, wenn er ruckizucki zubereitet ist. Dieser Salat ist derzeit ein Dauerbrenner in meiner Küche. Einmal, weil er so unverschämt lecker ist...

 ...und zum Anderen weil es so unfassbar schnell geht. Dieser Salat passt zu so vielem. Zum Grillen, als Beilage zu Ofenkartoffeln, zu gebratenem Tofu, einfach pur ohne viel Schnickschnack drum herum.

Manchmal auch einfach nur Spargel und Tomaten oder Spargel pur. Alles schmeckt einfach göttlich. Probiere es unbedingt aus.

Zutaten

500g - 1kg Spargel
1/2 Spitzkohl
500g Cocktailtomaten
2 EL gutes Olivenöl
1 EL Agavendicksaft
1 EL Genmai Su (Reisessig)
geschälte Hanfsamen

ZUBEREITUNG

Spargel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Spitzkohl in mungerechte Stücke schneiden und waschen. Cocktailtomaten halbieren.

Einen Topf fingerhoch mit Wasser füllen und zum Kochen bringen. Spargel in den Topf geben, Deckel drauf und bei größter Hitze 2 Minuten kochen. Nach 2 Minuten den Spitzkohl für weitere 4 Minuten dazugeben.

Den fertigen Spargel und Spitzkohl (ohne Kochflüssigkeit) in eine Salatschüssel umfüllen. Cocktailtomaten zugeben. Olivenöl, Agavendicksaft, Reisessig und Salz dazugeben und vorsichtig vermischen.

Zum Schluss die geschälten Hanfsamen für den nussigen Geschmack darüber streuen.

Fertig! Guten Appetit!!!

Gemüsebrühe selber kochen. Kleiner Aufwand, starke Wirkung

Gemüsebrühe  

Gemüsebrühe  

Gemüsebrühe habe ich früher nie gekocht. Warum auch, es gibt ja die Brühwürfel. Aber wenn du einmal selber Brühe gekocht hast, und merkst wie einfach es ist und vor allem wie lecker es schmeckt. Dann willst du keine Brühwürfel mehr verwenden. Je länger die Brühe kocht, desto besser. Je tiefer geht die Brühe später in jede Zelle deines Körpers. Mir hat sie z. B. unheimlich gut geholfen, meine kalten Hände und Füße loszuwerden.

 

 

Es ist ganz einfach, jeden Tag ein bisschen selbstgekochte Brühe im Essen zu verwenden, z.B. für Misosuppe, Risotto, Eintöpfe und und und... Probiere es aus!

ZUTATEN

2-3 große Möhren in große Stücke geschnitten
1 große Lauchstange, gewaschen in große Stücke geschnitten
1/2 Knollensellerie, geschält und in große Stücke geschnitten
1-2 Fenchel in große Stücke geschnitten
Brokkolistrunk
2 große Pastinaken in große Stücke geschnitten
1-2 Lorbeerblätter
1 TL Bockshornklee
frische Kräuter oder z.B. nur die Stiele der Petersilie
wenn du hast, koche 1 Kombu-Alge mit, die liefert noch wertvolle Mineralien

ZUBEREITUNG

Alle Zutaten in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen, so dass alles bedeckt ist. Einmal aufkochen, dann Hitze runterschalten, Deckel drauf und das ganze mindestens 3 Stunden köcheln lassen. Besser noch 8 oder 10 Stunden. Nach der Kochzeit, die Brühe durch ein Sieb gießen und die Gemüsereste entsorgen. Da ist jetzt wirklich alles rausgekocht.

Die heiße Brühe sofort in saubere ausgekochte Flaschen und Gläser umfüllen. Deckel drauf, warten bis es ploppt, dann hat sich ein Vakuum gebildet. Das ganze hält sich mehrere Wochen im Kühlschrank oder kalten Keller. So hast du immer Brühe auf Vorrat!

Oft schaffe ich es nicht, die Brühe so lange am Stück zu kochen. Dann fange ich an einem Abend an, schalte das ganze aus, bevor ich ins Bett gehe (ganz mutige können es auch über Nacht weiter köcheln lassen) und am nächsten Abend lasse ich es dann noch mal köcheln. Oder am Wochenende nebenbei, wenn ich sowieso zu Hause bin.

Ich versuche immer über die Woche die Reste vom Gemüse zu sammeln, wie z.B. Möhrenschale und -enden, Lauchenden, Brokkolistrunk etc. Eben alles, was so abfällt bei Wurzelgemüse. Das sammel ich in einer Tupperdose im Kühlschrank und verwende es dann auch für die Brühe. Das geht, weil ich Biogemüse verwende und so kann wirklich alles aufgebraucht werden.
 

Frisch, frischer, Frühling – Knallgrüne Erbsensuppe mit Tomaten Bruschetta

Manchmal muss es in der Küche wirklich schnell gehen, aber lecker muss es sein. Frisch und passend zum Frühling so richtig knallig. Ein Essen, über das ich nicht lange nachdenken muss und das mit drei Zutaten funktioniert. Meistens habe ich sowieso alles zu Hause und nenne dieses Essen mittlerweile schon „Retter in der Not“. Verstecken muss es sich nicht.

Frische Erbsensuppe sieht gut aus und schmeckt auch so. Alles, was du benötigst, ist ein Paket Tiefkühlerbsen. Das wandert mittlerweile bei fast jedem Einkauf in meiner Tasche. Man kann ja nie wissen…

Dieses Mal habe ich noch etwas neues ausprobiert. Ich habe zum Würzen die SONNENTOR Gewürze „Adios Salz – Gartenkräuter“ und „Adios Salz – Mediterran“ verwendet um den Salzkonsum mal ein bisschen einzuschränken. Mittlerweile ist alles so stark gesalzen und der wirklich richtige Geschmack geht dabei total verloren. Aber ich sage euch, die frischen Erbsen schmecken knallermäßig und auch die Tomaten verströmen ein Aroma, herrlich.

Frische Erbsensuppe

ZUTATEN

1 Paket Tiefkühlerbsen
Adios Salz Gartenkräuter
Evtl . etwas Hafersahne

ZUBEREITUNG

In einem Topf mit passendem Deckel etwas Wasser aufkochen. Dann die Tiefkühlerbsen dazugeben, Deckel drauf und ca 5 Minuten bei größter Hitze köcheln.

Danach die Erbsen pürieren und immer wieder so viel Brühe oder heißes Wasser zulaufen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Ich gebe manchmal noch eine Schuss Hafersahne dazu für noch mehr Cremigkeit.

Dann die Suppe mit Adios Salz Gartenkräuter abschmecken und am Ende wirklich nur noch eine kleine Prise Salz hinzugeben um den Geschmack zu heben. Funktioniert großartig und niemand hat bemerkt, dass so gut wie kein Salz verwendet wurde :)

Tomaten Bruschetta

ZUTATEN

5-6 Tomaten
1 Zwiebel
Olivenöl
Adios Salz Mediterran
Frischer Basilikum

ZUBEREITUNG

Die Zwiebel schälen und klein würfeln und in etwas Olivenöl bei geringer Hitze anschwitzen, bis sie schön glasig und weich ist. In der Zwischenzeit die Tomaten würfeln und dann zu den Zwiebeln geben und einen Augenblick mit schmoren lassen.

Warum?

Weil die Tomaten ein der kältesten Gemüsesorten ist und für manche in rohem Zustand dadurch schwer Verdaubar sind. Kälte im Magen belastet das Verdauungssystem und kann Unwohlsein hervorrufen. Sobald die Tomaten kurz mit angeschmort sind, freut sich auch der Magen :)

Schönen, sonnigen Frühlingstag und guten Appetit!

Falafel-Fieber - Für mehr Gemüse im Alltag :)

Der Frühling ist da und damit auch wieder viel Farbe im Essen. Ich liebe Brokkoli, mein Freund leider nicht. Ich könnte ihn immer und überall essen, egal wie er zubereitet wurde, mein Freund leider nicht. Aber, jetzt habe ich eine Variante gefunden, die sogar er gerne essen mag. Es war einfacher als gedacht. Ich habe Brokkoli Falafel hergestellt. So ein einfaches Rezept, dass ich da nicht eher drauf gekommen bin. Die Falafelbällchen schmecken schön würzig und können, einmal fertig, als Beilage, als klassische Falafel, als Fingerfood, als Vorspeise oder oder oder gereicht werden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ich bin ja ein Fuchs. Meinem Freund habe ich natürlich nicht verraten, was er gerade isst. Ich habe einfach nur Falafel gesagt. Er beißt rein, ich schaue ihn gespannt an und - tada - er verzieht kein Gesicht, sondern es entweicht ihm sogar noch ein "oh, das ist aber lecker". Ja, gewonnen. Endlich eine Gemüsesorte mehr, die ich für uns gemeinsam verwenden kann. Ich freue mich darüber immer wie ein Schneekönig, denn du musst wissen, als ich meinen Freund kennengelernt habe, war sein Gemüse eine Dose grüne Erbesen. Die extra feinen bitte. Aber mit viel Geduld und leckeren Rezepten, habe ich es nach und nach geschafft, Gemüse in den Speiseplan einzubauen.

Jetzt bist du neugierig, oder? Hier folgt das Rezept für Brokkoli-Falafel mit Tahinsoße, gefunden bei fuckluckygohappy.de von Nikolina Skenderija-Bohnet. Nein, auch ich denke mir nicht alles neu aus ;)

Brokoli-Falafel

1 Brokkoli
1 Zwiebel, fein geschnitten
1 Knoblauchzehen, fein gehackt
50 g Kichererbsenmehl
1 1/2 TL Cumin, gemahlen
1 1/2 TL Ingwer, gemahlen
1/2 TL Schwarzkümmel (ich hatte keinen und habe ihn weggelassen)
1/2 TL Chiliflocken oder eine Prise Chayenne-Pfeffer
Kokosfett
20 g Sesam, weiss, schwarz oder kombiniert
Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

In einer Pfanne etwas Kokosfett erhitzen und die geschnittene Zwiebel hinzu geben. Die Zwiebel etwa 2 min. anbraten, dann die Gewürze und den Knoblauch dazugeben. Gut vermischen und weitere 5 min. auf mittlerer Temperatur dünsten, bis die Zwiebeln weich geworden sind. Wenn die Zwiebeln fertig sind, die Pfanne vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Während die Zwiebeln abkühlen, die gewaschenen Brokkoli-Röschen in etwas Wasser fünf Minuten bei größter Hitze und mit geschlossenem Deckel kochen. Wie das kurz gekochte grüne Gemüse.

Den Brokkoli mit den gedünsteten Zwiebeln und dem Kichererbesenmehl in einen Mixer geben und mit der Pulsetaste kurz zerkleinern. Achtung, es sollte keine dicke Pampe geben. Dann den Teig in einer Schüssel noch mal kurz mit der Hand zu einer homogenen Masse verarbeiten und ab damit für mind. 20 Minuten in den Kühlschrank. (Lässt sich also auch bestens vorbereiten). Den Ofen auf 200 C vorheizen.

Aus dem Teig kleine „falafelartige“ Kügelchen formen und im Sesam wälzen und auf ein mit Backpapier bedecktes Blech nebeneinander legen.
Die Falalel für ca. 20-30 min. (hängt vom Ofen ab) backen, bis sie von außen leicht knusprig sind.

Tahinisoße

Zutaten

2 EL weißes Tahini
2-4 EL Wasser
2 TL Zitronensaft
1 Knoblauchzehe, fein gehackt (nur bei Bedarf)

Zubereitung

In einer kleinen Schüssel alle Zutaten vermengen und mit einer Gabel mischen, bis eine glatte Soße entstanden ist.

Und jetzt lass es dir bloß schmecken. Verrate mir doch, wen du mit diesen unglaublich leckeren Falafel-Bällchen überraschen konntest.

Grünzeug auf dem Teller - Brokkoli mit Umeboshidressing

Ume was???? Fragst du dich jetzt bestimmt.

Aber von vorne. Ich liebe Brokkoli und könnte ihn ständig und überall essen. 

Früher ist er mir meistens verkocht und sah nachher eher gräulich anstatt grün aus. Oder er war noch so bissfest, dass ich schon gar keine Lust mehr hatte ihn zu essen. 

Aber seit ich weiß wie ich ihn zubereiten muss, dass er so köstlich schmeckt wie er aussieht, kommt Brokkoli mindestens einmal in der Woche auf den Tisch, oder zweimal oder dreimal...

Aber was tun, damit der Brokkoli auch wirklich nach was schmeckt?

Dazu gibt es bei mir ein Dressing, von dem immer etwas auf Vorrat im Kühlschrank steht. Das Dressing passt auch zu Salaten oder anderem kurzgekochten Gemüse richtig gut.

Das Dressing ist rucki zucki zubereitet und hält sich im Kühlschrank ein paar Wochen.

Zutaten für 4 Personen

1-2 Brokkoli
1/2 Becher Apfelsaft
1 TL Umeboshipaste
1/4 rote Zwiebel
1/2 TL Senf
1/2 TL Agavendicksaft oder Reismalz
1 EL Olivenöl

Zubereitung kurz gekochtes Gemüse

Den Brokkoli waschen und in mundgerechte Röschen schneiden.

In einem Kochtopf 1 Fingerbreit Wasser zum Kochen bringen (also soviel Wasser wie ein Finger breit ist. Der Boden ist damit gerade bedeckt). Wenn das Wasser kocht, die Brokkoliröschen reingeben, Deckel drauf (achte darauf, dass der Deckel kein Loch hat) und dann bei voller Hitze 5-6 Minuten kochen. Du wirst sehen, danach ist der Brokkoli knallig grün und perfekt gegart.

Für das Dressing alle Zutaten mit dem Purierstab pürieren und dann über den gekochten Brokkoli geben. Nach Belieben noch frische Kräuter, z.B. frischen Basilikum drüber streuen.

Lecker! Findest du doch auch, oder?

Übrigens, du kannst die Kochtechnik für das Gemüse für alle Kohl- und grüne Gemüsesorten anwenden.

Ja und wie war das jetzt noch mal mit Umeboshi?

Wörtlich aus dem Japanischen wird „Ume“ mit „Pflaume“ übersetzt. Tatsächlich handelt es sich aber um eine Aprikosenart. „Boshi“ heißt „getrocknet“. Doch auch dies ist nicht ganz korrekt, denn Prunus mume wird unreif geerntet, ein paar Tage ins Sonnenlicht gelegt und anschließend in Fässern zusammen mit purpurroten Shiso-Blättern und Meersalz eingelegt. Das Ergebnis ist eine rosafarbene, verschrumpelt Frucht, die sehr sauer und sehr salzig schmeckt. Umeboshi kann also sowohl im ganzen als auch als Paste gekauft werden.

Umeboshi ist ein tolles Mittel gegen Kater, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übersäuerung — um nur die wichtigsten Einsatzgebiete zu nennen. Umeboshi gibt es in Reformhäusern oder Bioladen. Probiere doch mal eine Kombi aus Sesammus und Umeboshipaste, z.B. als Paste auf einem Sandwich mit gebratenen Räuchertofu...