Grünzeug auf dem Teller - Brokkoli mit Umeboshidressing

Ume was???? Fragst du dich jetzt bestimmt.

Aber von vorne. Ich liebe Brokkoli und könnte ihn ständig und überall essen. 

Früher ist er mir meistens verkocht und sah nachher eher gräulich anstatt grün aus. Oder er war noch so bissfest, dass ich schon gar keine Lust mehr hatte ihn zu essen. 

Aber seit ich weiß wie ich ihn zubereiten muss, dass er so köstlich schmeckt wie er aussieht, kommt Brokkoli mindestens einmal in der Woche auf den Tisch, oder zweimal oder dreimal...

Aber was tun, damit der Brokkoli auch wirklich nach was schmeckt?

Dazu gibt es bei mir ein Dressing, von dem immer etwas auf Vorrat im Kühlschrank steht. Das Dressing passt auch zu Salaten oder anderem kurzgekochten Gemüse richtig gut.

Das Dressing ist rucki zucki zubereitet und hält sich im Kühlschrank ein paar Wochen.

Zutaten für 4 Personen

1-2 Brokkoli
1/2 Becher Apfelsaft
1 TL Umeboshipaste
1/4 rote Zwiebel
1/2 TL Senf
1/2 TL Agavendicksaft oder Reismalz
1 EL Olivenöl

Zubereitung kurz gekochtes Gemüse

Den Brokkoli waschen und in mundgerechte Röschen schneiden.

In einem Kochtopf 1 Fingerbreit Wasser zum Kochen bringen (also soviel Wasser wie ein Finger breit ist. Der Boden ist damit gerade bedeckt). Wenn das Wasser kocht, die Brokkoliröschen reingeben, Deckel drauf (achte darauf, dass der Deckel kein Loch hat) und dann bei voller Hitze 5-6 Minuten kochen. Du wirst sehen, danach ist der Brokkoli knallig grün und perfekt gegart.

Für das Dressing alle Zutaten mit dem Purierstab pürieren und dann über den gekochten Brokkoli geben. Nach Belieben noch frische Kräuter, z.B. frischen Basilikum drüber streuen.

Lecker! Findest du doch auch, oder?

Übrigens, du kannst die Kochtechnik für das Gemüse für alle Kohl- und grüne Gemüsesorten anwenden.

Ja und wie war das jetzt noch mal mit Umeboshi?

Wörtlich aus dem Japanischen wird „Ume“ mit „Pflaume“ übersetzt. Tatsächlich handelt es sich aber um eine Aprikosenart. „Boshi“ heißt „getrocknet“. Doch auch dies ist nicht ganz korrekt, denn Prunus mume wird unreif geerntet, ein paar Tage ins Sonnenlicht gelegt und anschließend in Fässern zusammen mit purpurroten Shiso-Blättern und Meersalz eingelegt. Das Ergebnis ist eine rosafarbene, verschrumpelt Frucht, die sehr sauer und sehr salzig schmeckt. Umeboshi kann also sowohl im ganzen als auch als Paste gekauft werden.

Umeboshi ist ein tolles Mittel gegen Kater, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übersäuerung — um nur die wichtigsten Einsatzgebiete zu nennen. Umeboshi gibt es in Reformhäusern oder Bioladen. Probiere doch mal eine Kombi aus Sesammus und Umeboshipaste, z.B. als Paste auf einem Sandwich mit gebratenen Räuchertofu...

Lieblingsessen - Das weltbeste Chili sin Carne

Ein Chili für alle Fälle :) Bei diesem Wetter da draußen, sehne ich mich immer nach etwas warmen zu essen, etwas, was mich so richtig von innen wärmt und zufrieden macht. Kennst du das auch? Auf Neu-Deutsch Comfy-Food. Und ich habe da etwas ganz tolles entdeckt. Ein Chili, mit tollen Zutaten und das schönste, ich kann es als One-Pot-Meal zubereiten. Also alles in einen Topf, warten, fertig. Klingt super, oder?

Ich mache auch immer eine richtig große Portion, denn je öfter das Chili aufgewärmt wird, desto besser schmeckt es mir. Und damit ich mich nicht zu schnell satt sehe an dem Essen, fülle ich immer das richtig heiße Chili in zwei oder drei große Gläser, drehe sie ordentlich zu, so dass sich ein Vakuum bildet. Dann wandern die Gläser in meinen großen Kellerkühlschrank und ich habe IMMER sofort etwas zu essen, wenn es mal schnell gehen muss.

Zutaten für mein derzeitiges Lieblingsessen
(8-10 Personen)

Rapskernöl
1 Zwiebel geschält und gehackt
1 daumengroßes Stück Ingwer gerieben
1 rote Chili (scharf)
1 EL Chilipulver oder Cayennepfeffer
1 TL Kreuzkümmelsamen gemörsert
3 Dosen stückige Tomaten
300g Belugalinsen oder Berglinsen oder welche du gerade da hast
100g Bulgur
100g Quinoa
400g (- 800g, je nachdem wie viele du magst) Bohnen aus der Dose
1-2 Liter Gemüsebrühe
1 gehäufter Esslöffel Kakaopulver
Salz

Zubereitung

Das Rapsöl erhitzen und die Zwiebelanbraten, bis sie weich und glasig ist. Dann die Chili dazugeben und die Hitze reduzieren, damit die Chili nicht anbrennt.

Chilipulver und Kreuzkümmelsamen zufügen und 1-2 Minuten mitbraten. Alle Chilizutaten bis auf Ingwer und Kakao zugeben und mit 1 Liter Brühe auffüllen. Alles aufkochen lassen und dann bei niedriger Temperatur ca 30-35 Minuten köcheln lassen.

Am Ende den Ingwer ausdrücken und den Saft zum Chili geben, das Kakaopulver unterrühren und alles mit Salz abschmecken.

Das war es schon. 30 Minuten Zeit für dich, während das Essen sich quasi von alleine kocht.
Die Linsen werden verträglicher, wenn du ein Stück Kombualge mitkochst (ca 2-3 cm). Die Alge löst sich dann mehr oder weniger auf. Dadurch bekommst du auch noch mal die Mineralien und Spurenelemente aus der Alge gleich mitserviert. Die Linsen liefern dir das nötige Eiweiß und durch den Bulgur und Quino hast du auch gleichzeitig noch deinen Getreideanteil gedeckt.

Du siehst also, ein rundum gelungenes Lieblingsessen. Und was ist dein Lieblingsessen zur Zeit? Vielleicht nehme ich ja demnächst noch ein weiteres mit in die Liste auf.

Lass es dir schmecken!